ERÖFFNUNG | Samstag | 16. Mai 2026 | 18 Uhr
EINFÜHRUNG | Meike Eiberger
Der in Köln lebende Künstler und Filmemacher Sebastian Fritzsch (*1977) zeigt vom 16. Mai bis zum 28. Juni 2026 im Aachener Atelierhaus Malereien, Zeichnungen, Keramiken und Installationen. Unter dem Titel „Spiegel“ geht es in der von Meike Eiberger kuratierten Ausstellung um Fragen der (Selbst-)Reflexion, Fürsorge sowie Selbst- und Fremdwahrnehmung. Die Bildwelten des Künstlers kreisen um wiederkehrende Symbole wie Kokons, Iglus, Dornen, Samenkapseln und Keilspitzen. Fritzsch gelingt es diese in unterschiedlichsten Medien zu immer neuen Kombinationen zu vereinen. Die Besuchenden können innerhalb der Ausstellung in diesen dichten künstlerischen Kosmos eintauchen und sogar selbst zu einer der Arbeiten etwas beitragen.
Für die Aachener Ausstellung entwickelt Fritzsch eigens die Installation „Spiegel. Für einen Rosengarten“. Spiegel, Rosen sowie Keramiken erschaffen einen Garten der besonderen Art, der zum Prüfen der eigenen Wahrnehmung und zur Selbstreflexion einlädt. Im Laufe der Ausstellung wird der Künstler die Spiegel mit Porträts und weiteren Zeichnungen versehen. Interessierte sind dazu aufgerufen eigene Rosen oder Spiegel mitzubringen, die so Teil der wachsenden Installation werden. Nach Ausstellungsende soll der „Rosengarten“ in den öffentlichen Raum überführt werden und dort weiter wachsen. „Ich freue mich sehr darauf zu sehen, was im Laufe der sechs Wochen mit dem Rosengarten passieren wird. Wie er wächst und sich als offenes Projekt in der Ausstellung weiterentwickelt“, so der Künstler, „hoffentlich bringen viele Menschen Rosen und Spiegel vorbei.“
Fritzschs Arbeiten sind geprägt von persönlichen Erlebnissen. Er lässt die Betrachtenden teilhaben an inneren Zuständen, Sehnsüchten, aber auch Ängsten. Deutlich wird das an einer weiteren Installation, die vielfältige Gegenstände miteinander vereint, die für den Künstler eine besondere Bedeutung haben. Wie eine persönliche Wunderkammer verweben sich hier Erinnerungs- ebenso wie Fundstücke zu einem Bedeutungsgeflecht. Es sind Einblicke in ein bewegtes Leben, die jedoch vage bleiben und genug Raum für eigene Interpretationen über die jeweiligen Gegenstände lassen.
Die Ausstellung präsentiert ebenso eine große Auswahl an Zeichnungen aus den vergangenen zehn Jahren. Diese präsentieren Fritzschs umfangreiches Formenrepertoire: Tuschezeichnungen zeigen einzelne grafische Symbole, wie Blumen oder Baumstämme und Kokons. Andere Zeichnungen hingegen geben, in Bunt- und Bleistift gefertigt, unzählige Details wieder, in denen das Auge sich zu verlieren scheint. Beeindruckend zeigt sich hier Fritzschs Fähigkeit, in immer neuen Konstellationen vegetative Symbole zu erschaffen. „Spiegel“ bietet einen umfassenden Einblick in diese inneren Welten Fritzschs, die zugleich einen breiten Raum öffnen, um eigenen Emotionen und Gefühlszuständen nachzuspüren.
Vita Sebastian Fritzsch
Sebastian Fritzsch, geboren 1977, lebt und arbeitet in Köln. Er studierte Theater- und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig sowie Fotografie und Filmregie an der Kunsthochschule für Medien Köln. Sein vielseitiges Werk bedient sich unterschiedlicher Medien – darunter Film, Malerei, Zeichnung, Collage und Keramik. Seine Arbeiten wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen in NRW, Berlin und darüber hinaus gezeigt.
RAHMENPROGRAMM
WERKGESPRÄCH Sebastian Fritzsch und Prof. Peter Ulrich Hein (Universität Duisburg-Essen) | Sonntag | 07. Juni | 14 Uhr
FINISSAGE | Sonntag | 28. Juni | 14 Uhr
AUSSTELLUNG | 16. Mai - 28. Juni 2026
ÖFFNUNGSZEITEN | Mi + Do 10 - 15 Uhr | SO 11 - 17 Uhr
an Feiertagen geschlossen
Eintritt frei
