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DEPOT - Talstraße 2, 52068 Aachen, Atelier 20 / 3.OG
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Zur Kunst:

FarbLichtRaum

Wahrnehmung als solche ist das beherrschende Thema der Malerei von Barbara Schulte Zurhausen.

Die von Barbara Schulte Zurhausen verwendete Technik, natürliche wie auch synthetische Farbstoffe als Pigmente in Eitempera gebunden auf unterschiedliche Bildträger aufzutragen, eröffnet die Möglichkeit, den Farben eine Mehrdimensionalität zu verleihen. Dadurch gelingt es, abhängig vom Betrachtungs­‑
winkel und Lichteinfall eine Vielzahl von Farbtönen zu erzeugen. Auf diese Weise bewirkt das Durchscheinen tieferliegender Farbschichten einen Farbeindruck beim Betrachter, der die Farbe als das komplexe Wahrnehmungsprodukt miteinander verflochtener farblicher Tiefenstrukturen erscheinen läßt. Die Farbe präsentiert sich somit nicht als etwas ausschließlich Gegenständliches, sondern sie ist das stets wechselnde Resultat der Wahrnehmung, die sich im Auge des Betrachters einstellt.

Die Wahl des Inhalts hat sich diesem Wahrnehmungsprozeß unterzuordnen. Schulte Zurhausen verzichtet daher bewußt auf jeden begrifflichen oder intuitiv-anschaulich zu fassenden Inhalt wie auch auf formgebende Strukturen, da dies von dem Thema ablenken würde, die Farbe als solche in ihrer Eigentümlichkeit, Eigendynamik und Eigenwertigkeit zu fassen. Das konsequente Versagen jedweder inhaltlichen Fixierung soll den Blick des Betrachters auf die Autonomie der Farbe und den Wahrnehmungsprozeß selbst lenken.

Martin Hauser

Vita:
1974-79 Studium Kunst/Kunstwissenschaft/Philosophie/Mathematik an der RWTH Aachen
seit 1974 Arbeiten in Keramik, intensive Auseinandersetzung mit Photographie
seit 1988 verstärkte Auseinandersetzung mit Malerei
1996-2000 Seminare bei Prof. Rolf Thiele, Hochschule für Künste Bremen
 
Diverse Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Belgien, Niederlande und Spanien
 
Werke in Öffentlichem Besitz: Deutscher Bundestag, Bonn/Berlin; Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), Köln und in Privatsammlungen